12. 04. 2008
UNI-Wasserballer müssen Niederlagen
einstecken
In den Runden 3 und 4 der Wasserball Herren-Oberliga Sachsen-Anhalt mussten die HSG UNI Rostock Spieler 2 derbe Niederlagen einstecken. Auch wenn ihnen der Spielort Dessau noch nie Glück brachte, denn ihre Stärken gute schwimmerische Ausdauer und schnelle Konter sind in der 25x10m Typ Volksschwimmhalle weniger gefragt, war die Höhe der Niederlagen etwas blamabel.
Gefragt war technisch gutes Spiel, Ausnutzung der Überzahlspiele und Zweikampfstärke. Und das war beim 1. Gegner, der SG ABUS Dessau, dem Absteiger aus der 2. Bundesliga Ost, ausgeprägt. "Ihr" Becken bestens kennend, nutzten die erfahrenen und körperlich überlegenen Dessauer jede sich bietende Chance cleverer aus. Dabei hielten die Rostocker anfangs weitgehend mit, 2:4 und 4:6 die ersten Viertel. Aber die Chancenverwertung war bereits da zu schlecht. Im 3. Viertel ging dann plötzlich überhaupt nichts, keiner übernahm Verantwortung, 1:7! und das Spiel war damit entschieden.
Erfreulich, dass man wenigstens Willen zeigte und das Schlussviertel nur 3:4 verlor und Tom Plaeschke insgesamt 5 Tore schoss. Auch wenn die Hallenser Schiris durchgehend einseitig wirkten, 8 Zeitstrafen Rostock und 1 gegen die Dessauer, war die 10:21 (2:4,4:6,1:7,3:4) Niederlage einfach zu hoch.
Ähnlichkeiten dann im Spiel gegen den 2. Bundesliga-Ersatz vom SV Halle II. Guter Beginn (3:5), schlechte Chancenverwertung und schnelle Gegentreffer (2:3), aber bis zum Schlussabschnitt hielt man das Spiel noch weitgehend offen (8:12). Nur war der Kraftaufwand, um ständige Fehler wieder auszubügeln, einfach zu hoch und man war letztendlich stehend ko, 1:7 im letzten Viertel. Der diesmal eingesprungene und gut haltende Senioren-Torwart Jens Richert konnte einem da Leid tun. Endstand 9:19 (3:5,2:4, 3:3,1:7).
Fazit: Die im Durchschnitt zu Halle und Dessau um 10 Jahre jüngeren Rostocker Spieler (Durchschnitt: 18,3 Jahre) verloren von 8 Vierteln 6 mit nur 2 Toren Unterschied und das bei der langen Spielzeit von 4x8 min. Aber über 2 Viertel war man eben auch völlig "abwesend", was dann zu optisch "brutalen" Niederlagen führte. Bleibt zu hoffen, dass die nächsten Spiele in Magdeburg auf großem Feld erfolgreicher gestaltet werden.
