07. 08. 2006  

Wasserballer in neuem Umfeld

Nach 15 Jahren gemeinsamem Spielbetrieb mit Schleswig-Holstein mehrten sich die Unstimmigkeiten über Finanzen, Zuständigkeiten und Entscheidungen. Im Ergebnis dessen suchten die Herren-Spieler der HSG Uni Rostock ein neues Umfeld mit anderen Herausforderungen, wobei schnell Angebote der Landesverbände Berlin und Sachsen-Anhalt vorlagen. Da Spiele innerhalb der Woche in Berlin, wie dort üblich, nicht zu bewerkstelligen waren, wählte man die Teilnahme in der höchsten Spielklasse Sachsen-Anhalts, der Landesliga.

"Und die Entscheidung war trotz des erreichten letzten Platzes richtig" so Spieler-Trainer RENÉ PLAESCHKE, denn das Niveau lag deutlich über der Spielklasse in Schleswig-Holstein, wofür besonders die " Reserve"-Teams der Ost-Regionalligisten Dessau und Halle sowie des Erstligisten SC Magdeburg sorgten. Spannend auch das Wiedersehen von R. Plaeschke mit vielen Spielern aus seiner Zeit als DDR-Jugendauswahl-Trainer 1987-1990.

Mannschaft

Anfangs wurde mit klaren Niederlagen gegen den SC Magdeburg II (2:14), SV Halle II (6:17) und Handwerk Magdeburg (4:11) reichlich Lehrgeld bezahlt. Am schwersten war die Umstellung auf große Spielfelder, offene Zeitmessung und konsequentere Schiri-Entscheidungen. Aber bereits in den Spielen gegen den Drittplatzierten SV SCHÖNEBECK/BURG (10:19) und (5:7)!, zeigte sich der Aufwärtstrend.

Vor allem die längeren Spielzeiten kamen den Rostockern entgegen, denn im schwimmerisch-konditionellen Bereich zeigte man sich den meisten Teams überlegen und gestaltete die Viertel 3 und 4 meist siegreich. Dadurch konnten auch erste Siege erreicht werden, wie das 9:6 gegen MERIDIAN MAGDEBURG und ein klares 12:6 gegen WSG HETTSTEDT/ASCHERSLEBEN.

Nachteilig wirkte sich vor allem aus, dass mit ständig wechselnder Besetzung gespielt wurde, da die Leistungsträger fast allesamt ihren Lebensunterhalt in Hamburg, Niedersachsen, Bayern und bei der Bundeswehr verdienen müssen (M-V sei Dank), wie H. GARLIPP, welcher für nur 2 Spiele Zeit hatte, aber 10 Tore schoss oder RICK PLAESCHKE, der jedes Mal aus Kassel kommend, alle Spiele bestritt.

Dies konnten nur noch RONNY PILZ, RONNY FRANKE und der stark haltende Torhüter HANNES HELM vorweisen, wobei die beiden Letzteren, ebenso wie TOM PLAESCHKE, PAUL HELM und NICO BEUSTER zu den eingesetzten Jugendspielern gehörten, welche eine gute Entwicklung nahmen.

Trotz der "Roten Laterne" zeigte sich das Potential am besseren Torverhältnis gegenüber den davor platzierten Teams. Also meist knappe Niederlagen, wie gegen den diesjährigen Meister ABUS DESSAU II mit 7:8 und 11:12, welche in Zukunft vielleicht Siege werden. Spannend der Ausgang der Meisterschaft mit einem Endturnier aller beteiligten Teams in Hettstedt mit der Punktgleichheit der beiden Erstplatzierten.

Zur Mannschaft gehören:
Hannes Helm --- Paul Helm (4 Tore), Ronny Franke (5), Ronny Pilz (11), Rick Plaeschke (12), Willi Tröger (3), Nico Beuster (3), Florian Selke (4), Tom Plaeschke (13), Rene Plaeschke (19), Eike Bull (3), Michael Bernitt (6), Marcus Müll, Marcel Müller, Marius Plaumann (1), Haiko Garlipp (10), Andreas Möller (5)

Tabelle:  
     1.  SG ABUS DESSAU II            24 :  4  Pkt.   169 :  93  Tore
     2.  SV HALLE II                  24 :  4         168 : 107
     3.  SV SCHÖNEBECK/ BURG          19 :  9         151 : 124
     4.  SG HANDWERK MAGDEBURG        16 : 12         142 : 132
     5.  SC MAGDEBURG II              10 : 18         113 : 118
     6.  WSG HETTSTEDT/ ASCHERSL.      9 : 19         109 : 157
     7.  KSV MERIDIAN MAGDEBURG        6 : 22          86 : 162
     8.  HSG UNI ROSTOCK               4 : 24         108 : 153