22. 06. 2006
Wandertag der HSG-Seniorensportler
Der diesjährige Wandertag führte uns am 15. Juni nach Ivenack, zu den tausendjährigen Eichen. Es war in den Tagen vorher sehr warm gewesen und wir waren froh, dass es bei der Abfahrt um 8.30 Uhr ab Südblick angenehm frisch war. Sogar Regen war angesagt und - Vorsicht wird ja mit zunehmendem Alter immer wichtiger - Regenschirme waren reichlich im Gepäck. Sie blieben unbenutzt.
Der Bus fuhr uns zum Parkplatz am Ivenacker Wildgehege, der Revierförster nahm uns in Empfang. Noch ehe die Führung begann, entschuldigte er sich für die vielen Mücken, die in den letzten Tagen eine Plage gewesen waren. Der Informationskiosk bot Anti-Mückenspray an und schließlich wanderte unsere Gruppe in einer Wolke von Insektenabwehrstoffen zu den alten Eichen. Zwei Wochen vorher war einer der imposanten Bäume umgefallen - ohne Sturm, nur so aus Altersschwäche. Diese alten Bäume sind alle innen hohl. In diesem Wildgehege lässt man der Natur ihren Lauf und füllt die Hohlräume nicht mit befestigendem Material aus. Der Weg mit dem Förster war mehr ein Spaziergang als eine Wanderung, wir sahen eine große Streuobstwiese, vom Sturm zerstörte Bäume und ganz hinten ein paar Rehe. An einem Barockschlösschen - eigentlich ist es nur ein größerer Pavillon - mit einem Cafe machten wir Rast und sahen der Fütterung des Schalwildes zu. Der Förster schüttete auf eine Wiese einen kleinen Eimer Mais aus und alle, alle kamen. Rehe, Hirsche, kleine, große, hellbraune, dunkelbraune - insgesamt sahen wir 70 oder 80 Tiere, die sich von uns nicht stören ließen - wie wir nur wenige Meter neben ihnen Eis oder Bier zu uns nahmen.
Im Dorf Ivenack war dann - nach Verzehr von Würstchen und Kaffee - die Besichtigung des Schlosses und der Kirche auf dem Programm. Das Schloss ist dem Verfall preisgegeben, dennoch haben die meisten von uns an der umfangreichen Führung teilgenommen. Sie sind jetzt gut informiert über die lokale Geschichte und die verblichenen Besitzer des Schlosses. Wer so viel Sachverstand nicht ertragen wollte, ging ins Schlosscafe oder an den See, wo man je nach Wunsch im Schatten oder in der Sonne ruhen konnte.
Ab 16 Uhr ging es wieder Richtung Rostock. Eine kurze Stunde verbrachten wir noch in Stavenhagen - Fritz Reuter grüßte wohlwollend von seinem Sockel. Über die Autobahn ging es dann weiter zum Flughafen Laage, der aber weder Start noch Landung zu dieser Stunde anbieten konnte. Es kam heftiger Wind, fast Sturm auf und wir waren froh, wieder im Bus zu sitzen. Gegen 18 Uhr war für die Südstädter der Wandertag zu Ende, alle anderen hatten ja - wie schon am Morgen - eine Stadtrundfahrt als Zugabe zu diesem gelungenen Ausflug in die Wälder von Mecklenburg.
Barbara S.
