04. 10. 2011
Wie schnell doch so ein Jahr vergeht!
Verbandsliga (Herren):
25°C, blauer Himmel und die Sonne lacht! Auf zum Volleyball. Wenn man dies so liest, würde man sagen: Strand, Sand zwischen den Zehen, Mucke und Cocktails auf irgendeinem Beachturnier. Nur leider zwingen sich die Volleyballer in MV, bei besten Strandbedingungen, wieder in die Spielhallen. Etwas gemein vom Wettergott, aber ein Gutes hat es. Man drückt aufs Gas, um so schnell wie möglich ins Freie zu kommen. Und dort die, im Sommer zu kurz gekommene, Glückshormonproduktion etwas anzukurbeln! So reisten wir gemütlich und zu unserer Freude, recht fix, ins benachbarte Rövershagen. Vor Freund und Feind eingetroffen, übernahmen wir die Halle und begannen fröhlich und gut gelaunt mit der Erwärmung. Die Spielerliste wurde wieder voll ausgeschöpft. Etwas Sorgen bereitete uns nur, die notgedrungen, freibleibenden Libero-Zeilen. Sowieso mussten wir, aufgrund einiger Verletzungen und Unpässlichkeiten, ein wenig experimentieren.
Wir durften uns gleich mit dem Aufsteiger aus Warnemünde um den Ball streiten. Eine ganz ordentliche Durchschnittsgröße stand uns gegenüber. Wobei hier "Durchschnitt" das entscheidende Wort ist, denn die Extreme gingen in beide Richtungen. Sonnige Grüße Peter ;) Wir wollten über gute Aufschläge den Gegner unter Druck setzen. Und im Gegenzug hofften wir auf eine solide Annahme. Ja und so war es auch. Die Annahme war verwertbar, trotz fehlender Spezialisten. Der Service war nahezu fehlerlos, nur leider noch etwas zaghaft. Dafür arbeitete die Feldabwehr vorbildlich. Besonders einer der Neuzugänge, Paul Graf, war hier sehr erfolgreich. So gewannen wir 25:20 Satz 1. In typischer HSG-Manier wechselten wir heiter schnatternd die Seiten und freuten uns auf den nächsten Durchgang, endlich die Sonne im Rücken ;).
Wir legten noch einmal den Fokus auf einen druckvollen Service. Dies zeigte sofort Wirkung. Schnell setzten wir uns ab und waren teilweise mit 9 Punkten vorn. Mitte des Satzes stellten wir dann erstmals um, der "Ersatzzuspieler" durfte sich etwas einspielen und auch im Angriff gab es ein paar Päuschen. Es war gut zu sehen, dass bis auf ein paar kleine Fehler, der Spielfluss nicht verloren ging. So war der 2. Satz mit 25:18 ebenfalls unserer.
Wir beweihräucherten uns wieder selbst und starteten in den 3. Satz. Auch jetzt lief alles wie geplant, kurze Unkonzentriertheiten wurden sofort angesprochen und abgestellt. Das Ergebnis war dann unser erster Sieg mit 3:0 und 25:15 im dritten Satz. Das las sich doch schon mal recht ordentlich.
Im zweiten Spiel duellierten sich Rövershagen und Warnemünde. Heute war der Kader der Hausherren recht dünn besetzt, so dass einfach die Optionen von der Bank fehlten und sich der Gastgeber etwas gebeutelt mit 0:3 (20:25,15:25,21:25) geschlagen geben musste. Aber dies wird bei stärkerer Personaldecke bestimmt anders aussehen.
In Spiel 3 hatten wir dann wieder die Ehre. Grün Weiß Rostock hatte eine Woche zuvor ja schon mit 2 Siegen vorgelegt. Also gab es kaum Grund zur Motivation von außen. Wir ließen den 2. Neuzugang auch aufs Parkett, damit er nicht nur zur Schiedsrichterbeobachtung angereist war. Rövershagen wurden nunr recht schnell die Grenzen aufgezeigt. 25:15 ging Satz 1 an uns. Um es kurz zu machen, wir blieben unserer Linie heute treu und entschieden die Sätze 2 und 3 auch für uns. 25:17 und 25:18. Mehr war für die Heideblockers, aufgrund der o.g. Probleme nicht drin.
Ein sehr guter Saisonstart war uns geglückt. Wenn überhaupt etwas zu bemängeln wäre, dann nur, dass wir im Angriff ein paar Fehler zu viel gemacht haben. Dort mangelt es noch etwas an der Abstimmung und wenn diese da ist, dann wird das alles noch ganz lustig :D. Gas gegeben wurde auch ordentlich, denn so früh verließen wir schon lange keine Halle mehr. So musste die elegante Blässe noch etwas weichen. Der Grill wurde bestückt und wir konnten den Tag verdient ausklingen lassen.
Wir freuen uns auf den kommenden Spieltag in Greifswald und schauen mal was das Punktekonto danach sagt.
Weiterhin sonnige Grüße von den Männern der HSG Uni Rostock. Wir sehen uns alle Sonntag, bei der zum Wetter passenden "Beachparty". Flip-Flops und Sonnencreme nicht vergessen.
Udo Fidorra
